Julie Byrne

Foto: Tonje Thilesen

Konzerteindrücke aus der Vondelkerk in Amsterdam am 30.10.2017

Konzerteindrücke aus der Vondelkerk in Amsterdam am 30.10.2017

Amsterdam ist unter einer Haschischwolke. Von den unzähligen Coffeeshops zieht der süßliche Geruch durch die Gassen und Grachten der Altstadt. Nirgendwo auf der Welt wird soviel gekifft, wie in der Niederländischen Hauptstadt. Mit diesem Eindruck sitzen wir in der Vondelkerk und warten auf den Auftritt von Julie Byrne. Wir warten eine gute Stunde. Aber das macht nichts. Die Kirche ist kuschelig warm, die Stimmung entspannt und die Fangemeinde wartet gerne. Dann kommt sie, eine feingliedrige Gestalt im fließenden Gewand, mit großen Augen und einer sanften, leicht hauchende Stimme. Sie wirkt zart und zerbrechlich. Das hat was von Bambi im Zauberwald. Das Gitarrespielen hat sich Julie Byrne selbst bei gebracht. Sie ist Autodidaktin, kann keine Noten lesen sondern nähert sich der Musik intuitiv. Für ihre meditativen Lieder ist es im Kirchenraum zu hell.  Nach dem ersten Lied aus ihrem neuen Album Not Even Happiness lässt die Sängerin das Scheinwerferlicht herunter dimmen. Sie singt fast im Dunkeln mit halb geschlossenen Augen, leise und eindringlich: Sphärische Klänge, transzendental und schwebend. Es begleiten und unterstützen sie ihr Produzent Eric Littmann (Synthesizer)  und der Musiker und Freund Jakob Falby (Geige).
Amsterdam ist für Julie Byrne ein besonderer Ort. Hier fühlt sich die New Yorkerin so wohl, dass sie während ihres Konzertes beim Publikum anfragt, ob ihr jemand eine Wohnung in Amsterdam vermieten möchte. Wir wünschen ihr Glück.

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